Trade Republic Gebühren 2026: Was du wirklich zahlst
Trade Republic wirbt mit provisionsfrei. Was zahlst du wirklich? Alle Trade Republic Gebühren erklärt: Sparplan, 1 € Ordergebühr, FX und Spread, vom Insider.
Geschrieben von einem Brokerage-Insider. · Aktualisiert 22.6.2026
Trade Republic ist einer der beliebtesten Neobroker Europas: kostenlose ETF-Sparpläne und eine aufgeräumte App, die Millionen von Erstanlegern in Deutschland, Österreich, Frankreich, den Niederlanden, Italien und Spanien gewonnen hat. Die Schlagzeile lautet „provisionsfrei”, und das stimmt weitgehend, aber wie bei jedem Broker hat das vollständige Kostenbild ein paar Zeilen mehr als das Marketing. Hier ist alles, was du bei Trade Republic tatsächlich zahlst, verständlich erklärt, und wie sich das für die Art schlägt, wie die meisten Menschen investieren. Nichts davon ist versteckt oder unseriös, es ist schlicht die Preislogik eines günstigen Mobile-Brokers.
Die allgemeinen Prinzipien hinter jeder dieser Kostenarten findest du in Broker-Gebühren verstehen. Diese Seite wendet sie konkret auf Trade Republic an.
Die Kurzfassung
| Was du zahlst | Trade Republic |
|---|---|
| ETF-Sparplan | 0 € pro Ausführung, ab 1 € im Monat |
| Manueller Kauf oder Verkauf | 1 € pauschal pro Order |
| Konto- oder Depotgebühr | 0 € |
| Explizite Fremdwährungsgebühr | Keine (etwaige Kosten stecken im Spread) |
| Einlagensicherung | 100.000 € gesetzlich auf Guthaben; Wertpapiere werden im Depot verwahrt |
| Aufsicht | BaFin (Deutschland) |
Stand: 2026. Prüfe vor jeder Entscheidung die aktuelle Preisliste von Trade Republic, denn Broker-Preise ändern sich mit der Zeit.
Sparpläne: wirklich kostenlos
Das Herzstück von Trade Republic ist der ETF-Sparplan: 0 € pro Ausführung, schon ab 1 € im Monat. Für Buy-and-Hold-Anleger, die Monat für Monat Geld in einen breiten Indexfonds fließen lassen, ist wiederkehrendes Investieren kaum günstiger zu haben. Es gibt keinen prozentualen Abschlag auf jede Rate, und genau das zählt: Manche Banken verlangen rund 1,5 % auf jede Sparplanausführung, und das summiert sich still Monat für Monat gegen dich. Trade Republic nicht.
Die 1-Euro-Gebühr für manuelle Orders
Wenn du einen einmaligen Kauf oder Verkauf selbst platzierst, statt über den Sparplan, berechnet Trade Republic eine Pauschale von 1 € pro Order (ausgewiesen als externe Abwicklungskosten). Sie ist klein, und sie ist gleich hoch, egal ob du 100 € oder 10.000 € handelst, aber du solltest wissen, dass es sie gibt. Die praktische Folge: Wenn du regelmäßig investierst, läuft dein Kaufen am besten über den kostenlosen Sparplan statt über manuelle Orders, dann sparst du dir selbst diesen einen Euro.
Keine Plattform- oder Depotgebühr
Trade Republic verlangt 0 € für die Verwahrung deiner Anlagen. Es gibt keine monatliche Kontogebühr und keine jährliche Depotgebühr, ein kleines Depot wird also nicht von einer prozentualen Plattformgebühr angeknabbert, wie es bei manchen traditionellen Anbietern passieren kann. Auf unangelegtes Guthaben auf deinem Konto zahlt Trade Republic außerdem Zinsen, innerhalb von Grenzen, die der Broker selbst festlegt und im Zeitverlauf anpasst.
FX und Spread: die Kosten, die du auf keiner Abrechnung siehst
Diesen Punkt übersehen die meisten. Trade Republic hat keine explizite Gebühr für die Währungsumrechnung, handelt aber über einen einzigen Handelsplatz (LS Exchange) und stellt Preise in Euro. Daraus folgen zwei Dinge:
- Kaufst du einen UCITS-ETF in Euro, gibt es praktisch keine Fremdwährungskosten, um die du dich sorgen müsstest, und das ist der Normalfall für die meisten europäischen Indexanleger.
- Kaufst du etwas, das in einer anderen Währung notiert, stecken etwaige Umrechnungskosten im Preis (dem Spread) statt in einer separat ausgewiesenen Gebühr. Du siehst dafür keine eigene Zeile, aber sie sind da. Unabhängige Schätzungen beziffern diese eingebetteten Kosten auf grob 0,25 % bei Nicht-Euro-Werten, wobei das mit dem Spread im jeweiligen Moment schwankt.
Ein einziger Handelsplatz hält die Dinge einfach, bedeutet aber auch: Du nimmst den Preis, der dort gestellt wird, statt über konkurrierende Märkte hinweg auszuwählen. Bei liquiden Standard-ETFs während der Handelszeiten ist der Spread typischerweise klein. Die Grundlagen zu diesen Kosten liest du in Fremdwährungsgebühren erklärt, und mit unserem FX-Gebühren-Vergleich vergleichst du, was Broker für die Währungsumrechnung verlangen.
„Wenn es kostenlos ist, womit verdient Trade Republic dann Geld?”
Eine berechtigte Frage, und die Antwort ist offen ausgewiesen statt mysteriös. Ein provisionsfreier Broker wie Trade Republic verdient über eine Mischung aus Zinsen auf unangelegtes Guthaben, der Marge aus seinen Market-Making- und Spread-Vereinbarungen, optionalen Premium-Funktionen und historisch Payment for Order Flow (PFOF), also Zahlungen dafür, dass Orders an einen bestimmten Market Maker geleitet werden.
Den letzten Punkt solltest du verstehen, statt dir Sorgen zu machen. Die EU schafft PFOF schrittweise ab, das Verbot greift 2026, und die Broker, die darauf gesetzt haben, passen ihre Modelle an. Für dich geht es dabei nicht um Empörung, sondern schlicht darum zu wissen, was ein Gratis-Modell bedeuten kann, etwa einen einzigen Ausführungsplatz statt der freien Auswahl am Markt. Ein Broker, der eine faire, offengelegte Marge verdient, ist völlig normal. Die Details stehen in Payment for Order Flow und das EU-Verbot 2026.
Was ein typischer Sparer zahlt
Im häufigsten Fall, ein Einsteiger oder Buy-and-Hold-Anleger, der regelmäßig in einen breiten UCITS-ETF in Euro einzahlt, sind die Gesamtkosten bei Trade Republic sehr niedrig: 0 € für den Sparplan, 0 € für die Verwahrung, und als laufender Hauptposten bleibt die TER des Fonds selbst. Der große Hebel für deine langfristige Rendite ist diese Fonds-TER plus etwaige Fremdwährungskosten, nicht der Broker, und genau deshalb ist ein kostenloser Sparplan in einen günstigen Indexfonds ein so starker Startpunkt. Rechne mit deinen eigenen Zahlen im Gebührenrechner nach, wie viel dir so niedrige Kosten über 30 Jahre bringen.
Für wen es passt, und wer mehr will
Trade Republic passt zu Einsteigern und regelmäßigen Sparplan-Anlegern, die einen einfachen, günstigen, mobilen Weg zum Portfolioaufbau wollen. Es kann sich einengend anfühlen, wenn du Ausführung über mehrere Handelsplätze, eine Desktop-Plattform, eine sehr breite Instrumentenauswahl oder bestimmte Kontomodelle willst: Der einzelne Handelsplatz und die 1-Euro-Gebühr für manuelle Orders wiegen für aktive Trader schwerer als für monatliche Sparer. Das ist eine Abwägung, kein Mangel.
Trade Republic im Vergleich
Ehrlich entscheidest du anhand der Kosten, die für dein Investieren gelten, nicht anhand einer Schlagzeile. Lies unser vollständiges Trade Republic Review und stelle den Broker dann mit Brokerlens anderen europäischen Brokern gegenüber, bei Sparplankosten, Fremdwährungs- und Plattformgebühren.
Zuletzt faktengeprüft am 22. Juni 2026 gegen die veröffentlichte Preisliste von Trade Republic und unabhängige Broker-Reviews. Bildungsinformation, keine persönliche Beratung. Gebühren ändern sich mit der Zeit, prüfe deshalb immer die aktuelle Preisliste von Trade Republic, bevor du dich festlegst.
Häufige Fragen
- Verlangt Trade Republic eine Gebühr für ETF-Sparpläne?
- Nein. ETF-Sparpläne kosten bei Trade Republic 0 € pro Ausführung, ab 1 € Mindestrate. Die Pauschale von 1 € gilt nur für manuelle Einzelorders, nicht für Sparpläne.
- Wie hoch ist die Fremdwährungsgebühr bei Trade Republic?
- Es gibt keine explizite Fremdwährungsgebühr. Trade Republic handelt über einen einzigen Handelsplatz (LS Exchange) in Euro, ETFs in Euro verursachen also keine Umrechnungskosten; bei Werten in anderen Währungen stecken die Kosten im Spread, geschätzt grob 0,25 %.
- Verlangt Trade Republic eine Depot- oder Kontogebühr?
- Nein. Trade Republic verlangt 0 € für die Verwahrung deiner Anlagen, ohne monatliche Konto- oder Depotgebühr, und zahlt Zinsen auf unangelegtes Guthaben.
- Womit verdient Trade Republic Geld, wenn es provisionsfrei ist?
- Über eine Mischung aus Zinsen auf Guthaben, der Marge aus Spread und Market-Making, optionalen Premium-Funktionen und historisch Payment for Order Flow (PFOF), das die EU ab 2026 verbietet.